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Dresdens Kunst taucht wieder auf
Aber mein erstes Titelphoto in Dresden
 
Romantisch ragt die Silhouette des historischen Dresdens mit dem Gebäude der Semperoper in den Abendhimmel. Hier, wo verschiedene Künste zu Hause sind, wird es von diesem Sonnabend an eine besondere Zusammenarbeit von Semperoper, Staatsschauspiel, Staatlichen Kunstsammlungen und Kreuzchor geben: Das "Kultur Quartier Dresden". Erstmals seit der Flutkatastrophe werden die Oper und die Gemäldegalerie Alte Meister wieder ihre Türen öffnen. An diesem Aktionstag laden auch die Neue Synagoge und die Frauenkirche zu Veranstaltungen ein. (Kultur)
 
Foto: Klaus W. Sitzmann
 

 
 

Hilfsaktion mit Langzeitwirkung

 
in Jahr nach der Flut haben Gastronomen und Händler rund ums Blaue Wunder viel erreicht. Mit seiner Kamera war Klaus Willem Sitzmann oft dabei. Jetzt laden alle am 6. und 7. September zu einem Fest und zur Fotoausstellung an der Loschwitzer Brücke ein.
Von oben, von unten, der Seite - unzählige Male hat Klaus Willem Sitzmann das Blaue Wunder schon fotografiert. Immer wieder findet er eine andere Sicht oder Stimmung. Jener Brückenschlag zwischen Blasewitz und Loschwitz ist für den 51-jährigen Sozialarbeiter auch im übertragenen Sinn ein Brückenschlag. Im Sommer vor knapp einem Jahr hatte er gerade in der Nähe von Fulda eine neue Wohnung bezogen. "Dann hörte ich abends die Nachrichten von der Flut", sagt er.
 
Er wollte helfen, packte sieben Säcke mit Sachen zusammen und brachte sie den Helfern vom Roten Kreuz auf dem Marktplatz von Grimma. Am Stützpunkt der Technischen Hilfswerke traf er auch seine Landsleute. Sitzmann, ein begeisterter Fotograf, hielt jene Erlebnisse fest. Zwei Tage später auf dem Weg nach Hause lenkte eine Eingebung seinen VW-Bus in Richtung Dresden. Uber die Grundstraße kam er zum Blauen Wunder.
 
Sitzmann wollte nur ein paar Tage bleiben
 
"Am 20. August machte ich hier mein erstes Foto von der Katastrophe. Aus jenen ersten Stunden wurde inzwischen ein Jahr." Sitzmann hatte sich in Dresden verliebt, in die Stadt, die Landschaft und in die Leute. "Ich bin beeindruckt, wie die Gastronomen am Blauen Wunder versuchten, zu retten, was zu retten ist. Wie sie später den Dreck wegräumten und anfingen, ihre Gaststätten wieder aufzubauen." Er hielt Episode über Episode davon in seinen Bildern fest. Lernte Brückenfachleute kennen, die ihn auch auf die Spitze des Bauwerkes tießen. Stöberte in der Geschichte, wurde unter anderem im Archiv von Matz Griebel fündig. Sitzmann fotografierte, wie Leute an der Elbe feiern, wie die Normalität zurückkehrt. Fand Ungewöhnliches, beispielsweise wie Wolfgang Stumph am Elbufer im Boot "Else" für seinen Film drehte.
 
Irgendwann wuchs in ihm die Gewissheit: Ich mache ein Fest, zeige meine Bilder zu beiden Seiten des Blauen Wunders - fast 500 Fotos sollen es sein auf 111 Bildwänden. Schließlich werde das Blaue Wunder im nächsten Jahr 111. Schnell schlossen sich Gastronomen und Gewerbetreibende als Verbündete an. Inzwischen saßen sie schon dreimal zusammen, schmiedeten Pläne für ihren gemeinsamen Brückenschlag zwischen den Blasewitzern und den Loschwitzern am 6. und 7. September. Das Motto heißt ganz einfach: "Am Blauen Wunder wird gefeiert."
 
"Der Sitzmann hat genügend Energie, seine Idee ist gut. Schiller- und Körnerplatz brauchen einen Anstoß. Schön, dass er so endlich kommt", sagt Klaus K. Heidsiek, Chef der Villa Marie. Er stellt den Garten seines Restaurants zur Eröffnung der Fotoausstellung zur Verfügung. Überal! gibt es Livemusik - Jazz auf der einen und latein-amerikanische Rhythmen auf der anderen Elbseite.
 
Wieder Schwung ins Einkaufsviertel
 
"Für viele Dresdner sind Schiller- und Körnerplatz längst keine Einkaufsadressen mehr. Das wollen wir wieder ändern und für die schönste Ecke im Dresdner Osten werben", sagt Regina Rost von der Komet Gesellschaft für Stadtmarketing und -entwicklung mbH. Handelsverband und Freistaat hatten sie vor zwei Jahren beauftragt, ein Geschäftsstraßenmanagement auf die Beine zu stellen. "Die Idee vom Brückenschlag ist genau unser Thema. Da haben wir uns gern von Herrn Sitzmann anstecken lassen", sagt Rost. Rund 60 Geschäfte plus die Schiller-Galerie gibt es vor Ort.
 
Mehr als die Hälfte werden für die Kunden am 6. September kleine Überraschungen bereithalten. In den Laden wird mit Plakaten für das Fest geworben. Rost hofft, dass sich die Gewerbetreibenden dauerhaft zur Interessengemeinschaft Blaues Wunder zusammenfinden und so dafür sorgen, dass in das Viertel wieder Schwung kommt. Initiator Sitzmann träumt indessen schon von weiteren Projekten. Inzwischen hat er auch unzählige Bilder von der Frauenkirche und der Glockenweihe gemacht. Auch hier sucht er ungewöhnliche Blickwinkel, arbeitet gern mit Doppelbelichtungen. Eine Kostprobe ist im Jahresprogramm der Semperoper zu sehen.
 
 

 
 
Ich fürchte keine Hinternisse
Die Flut hatte ihn nach Dresden gebracht. Am 19. August 2002 fuhr der Fuldaer Fotograf Klaus W. Sitzmann mit einem Hilfstransport in das vom Wasser zerstörte Sachsen. Einen Tag später hatte sich sein Leben komplett geändert: „Ich habe Schlamm und Dreck, die ganze Verwüstung durch das Wasser gesehen, schon am Blauen Wunder, später in der Innenstadt, und war erschüttert über die Folgen der Flut. Plötzlich erhob sich über all dem Chaos das Gerüst der Frauenkirche.“ Der Anblick hat Sitzmann so überwältigt, dass er kurzerhand beschloss in Dresden zu bleiben.
 
Über 50.000 Fotografien sind seither entstanden. Detailversessen und geduldig hat Sitzmann den Aufbau der Frauenkirche und des Dresdner Neumarktes mit der Kamera begleitet. Die Ruhe, die er sich für diese über vier Jahre währende Arbeit gönnte, macht seine Bilder einzigartig. „Ich habe mir den Luxus gestattet, nicht unter professionellem Druck zu arbeiten“, sagt er und meint damit: kein kurzfristiger Redaktionsschluss, kein paralleler Arbeitsauftrag, keine Dienstzeiten. Mitunter stundenlang hat Sitzmann auf den richtigen Moment gewartet und ausgelöst, als die Kollegen von der Presse längst ihre Redaktionen beliefert hatten.
 
„Ich mag die digitale Fotografie nicht“
 
Selbst bei der Entwicklung und der Auswahl der Motive folgt Sitzmann einem Rhythmus, der wenig mit der Moderne, aber viel mit seinem Objekt gemeinsam hat, mit der barocken Kirche und ihrem langsamen Wachstum unter den Händen der Bauleute und Architekten. „Ich mag die digitale Fotografie nicht“, sagt er und geht fotografisch den herkömmlichen Weg.
 
Geboren wurde Sitzmann 1952 in Fulda. Für den gelernten Buchdrucker blieb die Fotografie lange Zeit ein mit Ernst betriebenes Hobby. Erst während des Studiums der Sozialpädagogik bekamen seine fotografischen Ambitionen Auftrieb – nicht zuletzt durch die Förderung des Professors für Kunst Robert Sturm. Seither folgten zahlreiche Ausstellungen und Veröffentlichungen in Deutschland. Die erste fand in der Hessischen Rhön statt. Motiv war die Radarkugel (Radom) auf dem höchsten Berg Hessens, der Wasserkuppe – Heimat des Fotografen. Es war geplant, das geliebte Gebäude abzureißen, was Sitzmann in Aufregung versetzte und antrieb das kugelförmige Gebäude 3.500 Mal zu fotografieren und eine Fotoausstellung folgen zu lassen. Das war 2000. Das Radom steht noch.
 
„Ich habe nicht einen Tag bereut, an die Elbe gewechselt zu sein“
 
Nach dieser Ausstellung kamen weitere im Fuldaer Raum und in Kiel, ferner auch im Dresdner Stadtgebiet. „Am Herzen liegen sie mir alle, doch besonders wichtig für mich ist die Wanderausstellung zum Thema Frauenkirche in England und Schottland“, gesteht er. Sitzmann mischt sich gern ein und ist stolz darauf, wenn seine Aktionen Widerhall finden. Auch wenn er sich bei der Umsetzung Zeit lässt, ist er den Trends manchmal ein Stück voraus. „Wenn ich eine Idee verinnerlicht habe, gehe ich mit größter Überzeugung ans Werk und fürchte keine Hindernisse“, sagt er.
 
Und vielleicht haben seine Bildbände auch deshalb Erfolg, weil die Fotografien Kommentare sind zu ausgesuchten Themen der inzwischen geliebten zweiten Heimatstadt. „Ich habe nicht einen Tag bereut, von der Rhön an die Elbe gewechselt zu sein“, sagt Sitzmann heute, nach über vier Jahren in der Barockstadt. „Die Leute hier identifizieren sich auf eine Weise mit ihrer Stadt, die ich in meiner Heimat so nicht kenne.“ Auch wenn es ein radikaler Bruch war, damals mit 50 Jahren die vertraute Umgebung, die Familie, den geregelten Alltag zu verlassen und ein neues Leben voller Unsicherheiten zu beginnen – das Ergebnis ist ein außergewöhnlicher Bildband voller Harmonie und Verbundenheit mit seiner neuen Heimat Dresden.
 
 

 
 
Alle Veränderungen fotografisch festgehalten
 
Bildautor Klaus W. Sitzmann hat den Wiederaufbau des Neumarktes begleitet
 
In Dresden ist der Fotograf Klaus W. Sitzmann mit seinem Bildband zur Frauenkirche bekannt geworden. Es folgte ein Buch über den kleinen Elefanten Thabo Umasai - ebenfalls mit seinen Bildern. Klaus W. Sitzmann erklärt Redakteurin Thessa Wolf, wie die Idee für das Elefantenbuch „Thabo-Umasai und seine Dresdner Elefantenfamilie - Willkommen, Glücklicher Krieger“ entstanden ist und warum sein nächsten Projekt wieder Gebäude als Bildmotive hat.
 
Zwei Bildbände sind von ihnen erschienen - über die Frauenkirche und Den kleinen Elefanten. Wie passt das zusammen?
 
In Fulda, meiner Geburtsstadt, gibt es keinen Zoo. So ist eine solide Neugierde entstanden, die mich in die Tierwelt führt, wenn ich in die Nähe eines Zoos komme. In Dresden hatte ich dann auch die Gelegenheit, die künstliche Besamung von Elefantendame Drumbo zu fotografieren und war begeistert, als das Elefantenbaby Thabo Umasai zur Welt kam.
Über Wochen beobachtete ich dann den kleinen Racker, vergaß aber nicht, das andere Tiere auch ihr Zuhause im Dresdner Zoo haben. Und so entstand eine Reihe von Tierbildern, die ebenfalls im Buch zu sehen sind. Mit dem Thema Frauenkirche passt das übrigens gut zusammen: Neues Leben ist entstanden. Die Kirche ist zwar kein Lebewesen, wie wir es verstehen, zieht aber Menschen an - und bringt sie zusammen. Dem kleinen Elefanten gelingt das auch, nur mit anderen Mitteln.
 
War die Idee zum Elefantenbuch bereits vorhanden, als die Elefantendame Drumbo schwanger war? Nein. Die Idee kam erst, nachdem ich den goldigen Kerl ein paar Mal beobachtet hatte und auch ganz lustige Fotos entstanden waren. Ihr nächstes Projekt ist ein Bildband über den Neumarkt Dresdens. Wann haben sie begonnen, dafür zu fotografieren?
 
Die Frauenkirche ist in den letzten Jahren stets Thema Nummer 1 meiner Arbeit gewesen. Darüber hinaus habe ich alle Veränderungen am Neumarkt fotografisch festgehalten. Die Idee, die Wiedergeburt des Dresdner Zentrums in unmittelbarer Nachbarschaft des symbolreichen Gotteshauses in einem Bildband aufzuzeigen, entstand Ende 2004, als die einzelnen Quartiere ernst machten und emporwuchsen.
 
Wie haben Bauarbeiter und Poliere reagiert, als sie auf den verschiedenen Baustellen auftauchten? Das war unterschiedlich. In der Regel bestimmte aber ein friedliches Klima das Nebeneinander. Mir war wichtig, keinem der Leute vor den Füßen rumzulaufen und die Arbeit zu behindern. Wenn ich den Helm nicht trug, gab es regelmäßig Ärger - wegen der Sicherheit.
 
Was kommt nach dem Neumarkt-Buch?
Das steht in den Sternen. Ich bin heute der Ansicht, dass es an Anmaßung grenzt, schon jetzt ein Anschlussprogramm vorzulegen. Wenn man das übergroße Glück hat, ein solch einmaliges Thema behandeln zu dürfen, mit ausgezeichneten Partner zusammen, dann muss nach der Fertigstellung erst einmal Ruhe einkehren und Zeit bleiben, sich zu freuen.
 
Fotografieren Sie auch privat viel?
Privat und Beruflich trenne ich nicht. Wenn Sie so wollen, bin ich immer privat unterwegs.
 
Was sind Ihre Liebsten Motive?
Ach - meine liebsten Motive, Weiß ich das überhaupt? Auf jeden Fall haben sie wenig mit Tiefenschärfe, exakter Ausleuchtung usw. zu tun, Es sind Motive, die ich im Gegenlicht ausmache oder solche, die aus dem Nebel hervorlugen. 
 
 

 
 
Glücksgefühle in über 90 Metern Höhe
Sitzmanns „Die Dresdner Frauenkirche“ ist in neuer Auflage erschienen
 
Bücher über die Frauenkirche gibt es inzwischen viele. Bildbände ebenso. Jener von Klaus Willem Sitzmann ist einer der ersten, die bereits Impressionen von der Weihe im Oktober 2005 zeigen. Mitte Januar ist der aktualisierte Bildband in zweiter Auflage erschienen, erklärt der Autor und Fotograf DN-Redakteurin Thessa Wolf.
Der Bildband „Die Dresdner Frauenkirche“ hat den Untertitel „Dem Himmel näher“. Warum?
Sehen Sie sich den Bildband an. Sie werden feststellen, dass es ganz besondere Aufnahmen von Kapitell-Figuren oder von der Kuppel gibt. Das sind Details, die der Besucher mit bloßem Auge gar nicht erkennen kann. Sie sind einfach viel zu hoch dafür - obwohl der Besucher in der Laterne dem Himmel schon etwas näher ist als unten auf dem Neumarkt. Aber der Titel ist nicht nur entfernungstechnisch zu werten. Als das riesige Hauptgerüst noch stand, habe ich mich einmal in der Mittagssonne gegen die Sandsteine der großen Kuppel gelehnt. Unvergesslich dieser Augenblick, der sogar von einem Steinmetz fotografiert und mit in das Buch aufgenommen wurde.
 
Sie haben auch vom Kran aus fotografiert.
106 Meter hoch ist dieser Kran. Stunden, bevor er abgebaut wurde, fasste ich mir ein Herz, stieg in die Krangondel - in Begleitung eines Poliers - und fuhr hinauf zum Kreuz. Es war nicht einfach. Die Gondel drehte sich, der Wind bewegte sie zusätzlich und der Kran schwankte. Aber dort oben überkam mich ein Glücksgefühl, das alle anfängliche Angst vertrieb. Im Buch ist das Foto übrigens auf Seite 153 veröffentlicht.
 
Wie oft haben Sie die Frauenkirche fotografiert?
Von August 2002 bis heute sind etwa 20.000 Aufnahmen von der Baustelle Frauenkirche und dem Neumarkt entstanden. Im Buch findet man etwa 160 Bilder und zahlreiche Texte von prominenten Menschen. Es gibt Bilder, die ich besonders mag. So jenes, das im Mauerwerk der Zerstörung ein Kreuz zeigt, oder die Stimmungsbilder von der Gedenkfeier am 13. Februar 2003, aber auch andere mehr.
 
Das Buch ist bereits im Oktober 2004 erschienen. Was ist an der zweiten Auflage neu?
Eigentlich ist es bereits die dritte Ausgabe, zählt man jene vom Club Bertelsmann mit. Neu ist der Umschlag mit einem Foto, aufgenommen zwei Tage nach der Weihe. Er zeigt, wie die Menschen auf dem Neumarkt die Kirche umkreisen. Neu ist das Kapitel von der Weihe. Einige Fotos zeigen prominente Gäste. Außerdem - und das freut mich besonders - hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Karl Kardinal Lehmann Worte des Grußes geschrieben.
 
In der ersten Auflage findet man auch bereits Grußworte.
Die gibt es natürlich jetzt auch noch. Auf welchen Text hätte ich verzichten sollen? Die meisten Autoren nehmen Bilder zum Anlass, ihre Beziehung zum Kirchenbau darzustellen.
 
Wie viele Exemplare wurden bisher verkauft?
Genau weiß ich es nicht. Laut Verlag sind es über 13.000 Exemplare. Zahlreiche Menschen haben angerufen, wollten sich das Buch signieren lassen. Sogar die Postbotin vom Schillerplatz brachte den Bildband vorbei mit der Bitte um eine Unterschrift. 
 
 

 
 
Beobachter mit der Kamera
Der Frauenkirchen-Bildband „Dem Himmel näher“ des Wahldresdners Klaus W. Sitzmann ist in zweiter, leicht veränderter Auflage erschienen. Dem leidenschaftlichen Fotografen gelang es, seinem Buch schon Bilder der Weihe anzufügen - Menscheninassen, die den Neumarkt füllen und sozusagen das Ausrufezeichen hinter die fotografisch dokumentierten Szenen der letzten drei Jahre des Wiederaufbaus setzen.
 
Besonders stolz ist Sitzmann auf ein Grußwort von Karl Kardinal Lehmann. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz beschwört die gemeinsame Kraft des evangelischen und katholischen Glaubens. Das Buch zeichnet sich durch eine Vielzahl spannender Aufnahmen aus ungewöhnlichen Höhenperspektiven aus und den erzählerischen Blick für Motive und Ereignisse.
 
Obwohl sie wie tausende andere auch immer die Frauenkirche und das Stadtbild zeigen, wirken viele Aufnahmen geradezu persönlich. Vielleicht ist es auch der Einfluss von Sitzmanns eigenen, Situationen beschreibenden Texten (kleine Anmerkung: die Dresdner sprechen von der Zitronenpresse, nicht von der Zitrone!) oder die Gedanken, die bekannte Persönlichkeiten beisteuerten. Sie reihen sich wie an einem Faden zwischen die stimmungsvollen Bilder. Ein Großteil der im Buch verwendeten Fotografien ist auch in einer Ausstellung des Dresden Trust in England zu sehen.
 
Inzwischen widmet sich Sitzmann mit gleicher Akribie und seiner Kamera der steten Veränderung des Neumarkts. 
 
 

 
 
Dem Himmel noch näher
Frauenkirchen-Bildband aktualisiert
 
Kurz nach der Weihe der Frauenkirche kommt Klaus Willem Sitzmanns Bildband „Dem Himmel näher“ in der zweiten, aktualisierten Auflage in die Regale.
 
Dresden. Ein Jahr hat es gedauert, bis die erste Auflage des Frauenkirchen-Bildbands „Dem Himmel näher“ von Dresdenliebhaber und Fotograf Klaus Willem Sitzmann vergriffen war. Pünktlich dazu legt er gemeinsam mit seinem Verlag Seemann Henschel die aktualisierte Neuauflage auf die Verkaufstische der bundesweiten sowie schweizer und Österreicher-Buchhandlungen. Neu ist der Umschlag mit einem Foto nach der Weihe und zusätzliche Seiten mit Eindrücken vom Weihetag. Der Autor selbst zum neuen Buch: „Ganz glücklich bin ich darüber, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Oberhaupt der deutschen Katholiken - Karl Kardinal Lehmann - Worte zum Gruß geschrieben hat. Er befindet sich in guter Gesellschaft.“ Damit weißt er auf die Besonderheit hin, dass die Bilder durch Gedanken bekannter Persönlichkeiten ergänzt werden, wie Rolf Hoppe oder Ernst Hirsch.
 
 

 
 
Das Dresdenwunder aus vielen Perspektiven
Fuldaer Klaus W. Sitzmann präsentierte Bildband über die Frauenkirche
 
Er war in früheren Jahren wohl schon mal auf einen Rhöner Apfelbaum geklettert, aber auf der Großbaustelle der Dresdner Frauenkirche turnte der Fotograf Klaus Willem Sitzmann über Gerüste hoch über der Erde. Jetzt berichtete der gebürtige Fuldaer über seine Reportageerlebnisse an der Dresdner Frauenkirche. Im Cafe Flamme stellte er seinen Bildband dazu vor.
 
„Die Dresdner Frauenkirche -Dem Himmel näher“ lautet der Titel des in der Edition Leipzig des Seemann Henschel Verlags erschienenen Bildbands. Das Buch im Großformat hat 160 Seiten mit 150 Fotografien Sitzmanns und kostet 25 Euro. Es bringt informative Texte des Fuldaer Fotografen sowie von bekannten Dresdnern. Sitzmann plauderte bei einem Lichtbildervortrag über seine Erlebnisse beim Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Frauenkirche über das „Dresdenwunder“. Dem Bau habe er immer neue Perspektiven abgewinnen können. Zwei junge Nachwuchsmusiker umrahmten das Programm mit gut eingeübten musikalischen Werken.
 
Der Inhaber der Fuldaer Buchhandlung Uptmoor, Axel Stöcklein, berichtete zunächst, dass der Fotograf Klaus Willem Sitzmann in Fulda geboren wurde und in Eichenzell aufwuchs. Nach dem Hauptschulbesuch unterzog sich Sitzmann einer Buchdruckerlehre. Seit 30 Jahren fotografiert Sitzmann nun schon und seit dem Jahre 2000 hat er bereits einige Publikationen herausgegeben. In Fulda und Umgebung wurde der Hobby-Fotograf, der mit seinem neuen Bildband ein „Meisterstück“ der Kunst- und Industriefotografie vorlegt, auch durch einige Fotoausstellungen bekannt. Verlagsgeschäftsführer Dr. Jürgen A. Bach aus Leipzig sagte, das Thema des „Dresdenwunders“ die Frauenkirche finde auch in Europa und darüber hinaus großes Interesse. Dieses Jahr sei die Frauenkirche in ihrem Äußeren fertiggestellt, nächstes Jahr soll sie, geweiht werden.
 
Der Bildband mit Detailaufnahmen des Kirchenbaues beginnt mit einem Geleitwort des Landesbischofs der Lutherischen Landeskirche Sachsen, Volker Kreß. Der bekannte Filmregisseur Peter Schamoni charakterisiert die Kirche im Stadtbild. Auch über zahlreiche Einzelereignisse beim Wiederaufbau wird berichtet. Den Abschluss des informativen und eindrucksvollen Bildbands bildet eine Chronik zur Dresdner Frauenkirche.